Was bedeutet Denomination

Denomination hat seinen Ursprung im lateinisch-englischem Sprachraum und bedeutet so viel wie Christliche Religionsgemeinschaft, Kirche oder auch Sekte. Während der Begriff Denomination nicht sehr häufig verwendet wird, hat es im US-Amerikanischen Sprachgebrauch eine hohe Verbreitung und wurde ursprünglich für evangelische Glaubensgemeinschaften im christlichen Glauben verwendet. Heutzutage steht der Begriff auch im Zusammenhang mit anderen Glaubensgemeinschaften, so zum Beispiel dem Judentum. Im religiösen Zusammenhang bezeichnet Denomination eine Glaubensgemeinschaft, die eigene Traditionen verfolgt und eine eigene Identität entwickelt hat.

Wie wird Denomination übersetzt

Denomination kann als Konfession sowie als Glaubensgemeinschaft übersetzt werden. Weiterhin kann Denomination als Bekenntnis oder auch als Religionsgemeinschaft sowie Konfessionskirche übersetzt werden. Im Finanzsektor wird Denomination als Nennwert und Stückelung übersetzt werden.

Geschichte der Denomination

Der Begriff wurde bereits im Jahr 1688 verwendet und während eines Vortrags von Samuel Willard geprägt. Er war Pfarrer an der Old South Church, die in Boston ansässig war. Dabei bezog sich Willard auf die verschiedenen Glaubensrichtungen des Christentums, die zu dieser Zeit in den USA aufeinander trafen. Die anschließende Verbreitung im englischsprachigen Raum begann dann im 18. Jahrhundert und lässt sich durch zwei große Ereignisse dieser Epoche erklären: Zum einen durch die Erweckungsbewegungen, die in Großbritannien auftraten, und durch das Great Awakening, welches in den amerikanischen Kolonien Einzug hielt. Durch die sprachliche Verbreitung stieß der Begriff Denomination auf große Akzeptanz in den unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften, da er mit Neutralität verbunden wird, im Gegensatz zum negativ belegten Begriff der Sekte. Im ursprünglichen Sinn wurde der Begriff lediglich für die verschiedenen Glaubensrichtungen des Christentums, hauptsächlich für das Evangelium, verwendet. Heutzutage wird der Begriff auch im Zusammenhang mit anderen Glaubensrichtungen, zum Beispiel dem Judentum, verwendet.

Ein Bruch und damit eine Abspaltung vom bisherigen Glauben stellt das Hymnus Dies irae dar. Es wird traditionell in der Totenmesse gesungen und ist damit ein fester Bestandteil des christlichen Glaubens. Das Dies irae stellt daher einen Bruch dar, da die Reimform mit der Reimform der Antike bricht und vertritt damit nicht mehr bisherige Glaubensansichten, sondern betrachtet diese aus einer neuen Perspektive. Alte und bisherige Versmaße waren bis dahin metrisch. Das Dies irae hingegen bedient sich in der Denomination der Endreime und der akzentuierten Betonung. Erstmals wurde das dies irae als Sequenz vertont und wurde somit Teil des gregorianischen Requiems. In späteren Versionen der vertonten Totenmesse wird das Dies irae in verschiedene Teile unterschieden. Diese sind die folgenden: Dies irae, Tuba mirum, Liber scriptus, Rex tremendae, Recordare, Ingemisco, Confutatis und Lacrimosa. In der Ursprungsform war das Dies irae Teil eines Hymnus, in der Version von Berlios sind zwar Abschnitte der alten Melodie enthalten, jedoch kommt diese ohne Hymnus aus. Berlioz bedient sich eben dieser Teile: Dies irae, Tuba mirum, Liber scriptus, Rex tremendae, Recordare, Ingemisco, Confutatis und Lacrimosa. Auch wenn sich das Dies irae mit sehr christlichhen Themen beschäftigt, lassen sich durchaus auch weltliche Kompositionen finden. So lassen sich Ausschnitte in Filmen wie "Die Gremlins" und "The Shining", wobei es sich bei letzterem um einen Horrorfilm handelt, sich also mit Nichten mit der christlichen Weltanschauung beschäftigt. Auch hier lässt sich ein eindeutiger Bruch mit bisherigen Glaubensansichten feststellen. Ein Beispiel für die Verwendung im christlichen Zusammenhang ist die Verwendung des Dies irae im mittelalterlichen Mysterienspiel "Das siebente Siegel". Im Mysterienspiel wird eine Sequenz zur Untermalung einer Märtyrerprozession verwendet.

Das Entstehen einer Denomination

Wie entsteht nun eine Denomination? Am Anfang steht ein historisches Ereignis, eine Besonderheit, die im geografischen und sozio-kulturellem Bereich anzutreffen ist. Dabei kann nur eine herausragende Persönlichkeit die Denomination prägen oder auch mehrere wichtige Persönlichkeiten. Dabei geben diese Persönlichkeiten den Anstoß für die neue Denomination, indem sie einzelne Glaubensinhalte stärker hervorgehoben und neue Erfahrungen und daraus resultierende Erfahrungen verbreitet werden. Auch neue Blickpunkte und sich ändernde Ansichten in Glaubensaussagen spielen hierbei eine Rolle und führen zu angestrebten Veränderungen sowie zur Erneuerung der ursprünglichen Inhalte. Eine neue Denomination kommt also einer religiösen Reformation gleich. Damit eine klare Abgrenzung gegenüber der Herkunftsgemeinschaft möglich ist, werden neue Namen für die Untergruppen etabliert. Diese können sich sowohl an den Gründern orientieren als auch an deren besonderen Inhalten. Psychologisch gesehen wird die neue Glaubensgemeinschaft oft als Abspaltung angesehen. Finden sich Individuen in einer Glaubensgemeinschaft, die einen Rückstand in der Kommunikation empfinden und einen wortgewaltigen Führer finden, kommt es zur Ablösung von der Glaubensgemeinschaft und eine sogenannte Proto-Denomination entsteht. Dabei handelt es sich um eine Gruppe, die eine Neuorientierung sucht und sich durch den Stimmführer wahrgenommen und zusammengehörig fühlen. Die Denomination hat ihren Wortursprung im Lateinisch-Englischem. Der Ursprung, aus dem sich die Denomination entwickelt, kann als favilla bezeichnet werden, der lateinischen Übersetzung des Wortes Ursprung. Die Favilla kann also als Ausgangspunkt für die Entwicklung gesehen werden, die dann auf Grund der Betonung verschiedener Gesichtspunkte eine neue Gruppe innerhalb der Glaubensgemeinschaft hervorrufen. Die Anhänger, die sich durch die sich während der Phase der Entstehung, also der Favilla, von starken Wortführern verstanden, steht der Denomination nichts mehr im Weg.

So wurde zum Beispiel das Requiem, also die Totenmesse, bzw. der Ablauf des Requiems Agnus Dei abgeändert und so in einer Denomination wieder gegeben. Dieser Abweichung von ursprünglich festen Werten sollte verdeutlichen, dass die Heilswirkung der Totenmesse allein dem Verstorbenen zu Gute kommen sollte. In den Eingangsworten Requiem aeternam dona eis, Domine kommt der Charakter der Totenmesse, das Flehen der Lebenden für das Seelenheil der Verstorbenen, zum Ausdruck. So lautet der Text nach Änderung wie folgt: Requiem aeternam dona eis Domine.

Beispiele für die Denomination

Christliche Denominationen

Im christlichen Glauben trifft man drei sehr bekannte Beispiele für Denominationen oder Glaubensgemeinschaften an. Zum einen ist hier der Methodismus zu nennen, dessen Begründer der anglikanische Pfarrer John Wesley war. Er predigte Buße und Wiedergeburt durch die Taufe und unterrichtete Neubekehrte in Gruppen. Aus der Abspaltung der Methodisten spaltete sich wiederum eine Gruppe ab und führte zur Gründung der Heilsarmee. Hier predigte der zum Methodismus übergetretene William Booth den Armen sowie den Alkoholabhängigen auf der Straße. Erste Pfingstgemeinden gründeten sich um das Jahr 1900, als einzelne Christen und Anhänger der Methodisten-Bewegung mit der Erfahrung der Taufe im Heiligen Geist und der Lehre von den Gaben des Geistes in Berührung kamen.

Jüdische Denominationen

Auch im jüdischen Glauben finden sich Beispiele für Denominationen. So ist hier das konservative Judentum zu nennen, das aus dem amerikanisch-jüdischem Reformjudentum entstanden ist. Ende des 19.Jahrhunderts wurde es durch konservative Rabbiner gegründet, da ihnen die Reformen zu weit gingen. Aus dem konservativen Judentum wiederum entwickelte sich das rekonstruktionistische Judentum, das 1955 erstmals Erwähnung fand. Entwickelt wurde diese Denomination des Judentums bereits ab den 1920er Jahren, die treibende Figur hinter diesem Prozess war Rabbiner Mordecai Kaplan, der am konservativen Jewish Theological Seminary lehrte.

Unterschied zwischen Denomination (bei der Kirche) und Konfession:

Eine Konfession bezeichnet im modernen Sprachgebrauch die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft. Der Begriff Konfession bezeichnet ursprünglich die Zusammenfassung von Glaubensgrundsätzen und wird auch als Bezeichnung für eine christliche Richtung verwendet. Eine Denomination ist eine Stückelung bzw. Abspaltung innerhalb einer Religionsgemeinschaft, die auch die Erneuerung vorhandener Grundsätze zum Ziel haben kann.

Was bedeutet Denomination bezüglich der Währung?

Im Bezug auf eine Währung bedeutet Denomination "nationale Währung", bzw. unterschiedliche Währungen, die in verschiedenen Staaten verwendet werden. In diesem Zusammenhang bezieht sich Denomination auf die Bestimmung der Währung, auf welche sich ein Vertrag bei Abschluss (etwa: EUR) oder zum Erfüllungszeitpunkt (etwa: USD) bezieht.

Was bedeutet Denomination im Wissenschaftlichen Sinne?

Im wissenschaftlichen Sinne bedeutet Denomination die exakte Bestimmung einer Professur, die deutlich macht, in welchem Gebiet der Lehrstuhlinhaber forscht und lehrt.

Voll-Denomination

Hierbei handelt es sich um eine Professur, bei der der Schwerpunkt eindeutig bestimmt ist und ein bestimmter Schwerpunkt einem wissenschaftlichen Fachgebiet zugeordnet werden kann. Hier kann man zum Beispiel das Feld der Wissenschaftsdisziplin Pädagogik anführen. Eine Professur kann dabei im Bereich der Allgemeinen Pädagogik angesiedelt sein, in der Interkulturellen Pädagogik oder aber auch in der Schulpädagogik. Zudem kann das Feld Betriebswirtschaftslehre weiter unterschieden werden in Finanzen, Management oder auch Marketing.

Teil-Denomination

Bei der Teil-Domination handelt es sich um eine Aufgabenbestimmung, die als Zusatz formuliert wird. So kann eine Professur zum Beispiel wie folgt formuliert sein: Professur für Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Marketing und Finanzen.

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